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Vintage™ Signature

Über 25 Jahre habe ich meine geliebte 61`er Strat™ gespielt und auf meine Bedürfnisse optimiert und modifiziert. Sie ist mir in dieser Zeit richtig ans Herz gewachsen und damit auch ein wichtiger Teil meines Sounds geworden. Obwohl sie auch nicht 100% perfekt ist, habe ich mich mit ihr angefreundet, und gelernt mit ihren Stärken und Schwächen umzugehen.

Da leider auch ein Gitarrenleben endlich sein kann, und sie manchmal in die Boxengasse muss, bin ich schon lange auf der Suche nach einem adäquaten Ersatz.

Also habe ich mir mühsam eine "Nr. 2" aus original alten Parts zusammengeschraubt. Dabei musste ich feststellen, dass diese Gitarre bei weitem nicht die Qualität meiner Strat™ besitzt,  trotz der Parts aus den 60ern.


Mein Sound
:

Um meinen Sound verwirklichen zu können braucht die Gitarre ganz besondere dynamische Qualitäten. Ich liebe es Klangnuancen in mein Spiel einzubauen. Dazu benutze ich den 5-Wegschalter und ganz besonders das Volumepoti. Dieses ist mit einem speziellen Kondensator modifiziert, der beim Abdrehen den Höhenanteil erhält. Ich mag eine höhenreiche Gitarre mit spritziger Ansprache – der Korpus sollte nicht zu schwer sein und „athmen“.  Mir gefallen klassische single coils, die auch nicht zu "heiß gewickelt" sind, weil sie sehr transparent und differenziert klingen. Allerdings sind sie sehr emfänglich für Störsignale wie Brummen, und klingen bei Overdrivesounds oft zu „glasig“. Um dem entgegenzuwirken verwende ich eine  abgestimmte „Dummy Coil“, die über ein Push-Push Poti schaltbar ist (BUKKA switch™).

Eingeschaltet verringert sie Nebengeräusche und macht den Tone etwas runder, was den Overdrivesounds zu gute kommt. Dank der Modifikationen kann ich ein größeres Soundspektrum von superclean bis fett verzerrt bestens bedienen. Natürlich darf man neben all der Hardware die "Finger" und der Amp nicht vergessen.



Vintage:

Im Laufe der Jahre gab es immer mal wieder Endorsement-Angebote verschiedener Hersteller. Ich konnte mich aber nie dazu durchringen die Finger von meiner Strat™ zu lassen. Unvorstellbar!!

Die einzige Option die für mich in Frage kam war eine Nachbildung, die dem Original möglichst nahe kommen sollte. Trevor Wilkinson wollte mir schon lange so eine Gitarre bauen. Das ehrt mich sehr, denn dieser Mann hat mit seinem Handwerk und seiner Hardware Geschichte geschrieben. Auch seine Fretking™ Gitarren fand ich immer schon bemerkenswert.

Er war gerade dabei mit dem Businessman Dennis Drumm von JHS ein neues Label zu gründen und gab mir einen Prototypen in die Hand – und siehe da: ich fand sie auf Anhieb gut. Sie hatte Charakter. Ich sagte Ihm, daß ich sie richtig cool fände, wenn sie noch „geaged“ wäre und ein paar meiner Modifikationen hätte.

Erst anschließend offenbarte mir Trevor, dass es sich dabei um eine supergünstige Gitarre aus Fernost handelte, was mich ziemlich verblüffte.



Ein paar Monate später trafen wir uns auf einer Musikmesse. Trevor klaute mir in einem der seltenen unbeobachteten Momente meine Strat™ und stellte mir stattdessen eine eigens für mich geagete olympic white mit einem Pflaster über dem Logo auf der Kopfplatte in den Gitarrenständer. Also spielte ich meine Demo mit der „Elastaplasta Blugocaster“ wie sie von nun an genannt wurde. Es funktionierte so gut – ich war einfach erstaunt was aus diesem günstigen Instrument herauszuholen war.

Nun war ich wirklich an dieser Gitarre als „würdige No.2“ interessiert, und wir traten in einen langen Dialog bezüglich Veränderung und Verbesserung. In der Zwischenzeit machten Trevor und Dennis auch Fortschritte mit dem Label „Vintage“ mit geagten Instrumenten. Was lag da näher als mit Trevor mein „Signature Model“ zu entwickeln.

Wir wollten der Welt zeigen, was für unter 500 Euro möglich ist: All meine Features, ein gutes Spielgefühl, ein cooler Look und ein Tone mit dem man arbeiten kann. Die Leistung dieser Gitarre geht über meine Erwartung in dieser Preisklasse weit hinaus - sie ist und bleibt jedoch eine Gebrauchsgitarre.

Das Ziel war nie, eine ultimative 100%ige Custom Class Kopie zu entwickeln, denn dafür müsste man schlichtweg eine weitere Null an den Preis hängen.

Hätte ich die Chance mir ein zweites Original zu kaufen, das für mich so gut funktioniert wie meine No.1 – ich würde es tun und mit Freuden 20.000 Euro dafür zahlen.

Die Vintage Signature ist aus meiner Sicht genau das geworden, was sie werden sollte:

Eine echt coole, günstige Alternative.

Download Testbericht Gitarre&Bass 02/2010 (1,8 Mb)